Staatsex. Päd Julia SCHELER

Artikel vom 06.07.2021

Wettbewerb "Wir sind Zeitung" Lea Strasser und Fruzsina Siska

Lea Strasser und Fruszina Siska aus der 4b Klasse haben sehr erfolgreich am Wettbewerb "Wir sind Zeitung" von den Österreichischen Nachrichten, der Pädagogische Hochschule Oberösterreich und dem Ars Electronica Center teilgenommen.

Mehr als 120 Beiträge wurden bei der heurigen „Wir sind Zeitung“-Aktion eingereicht. 

Beide haben in der Kategorie Bericht einen Einzelpreis gewonnen UND sie haben es auch noch geschafft einen der 3 Klassenpreise zu ergattern.

Daher darf die Klasse 4b nun als Abschluss von der Volksschule eine Nachtwanderung im Naturpark am  Attersee machen.

Wir werden am Donnerstag mit dem Bus zum Attersee fahren und gegen Mitternacht wieder an der Volksschule ankommen.

Die ganze Klasse freut sich sehr über diesen tollen Preis und wir gratulieren nochmals den beiden Teilnehmerinnen!!!!

Link zur Preisverleihung:

https://www.youtube.com/watch?v=MjAMH9JcxEo 

 

Beitrag von Lea Strasser:

Lieber Herr Fassmann,
Ich heiße Lea Strasser, bin zehn Jahre alt und komme aus einem kleinen Ort im Bezirk Braunau. Das Homeschooling fand ich gut, denn es war eine Selbstständigkeitsübung. Aber die Schule ist besser. Dort trifft man Freunde und das Lernen macht auch mehr Spaß.
Traurig fand ich, dass man im ersten Lockdown fast jeden Morgen im Radio gehört hat, dass Eltern es so schlimm finden, wenn ihre Kinder daheim sind. Sie tun nichts Schlimmes - sie sind nur daheim. Den Unterricht mit den zwei Gruppen fand ich nicht so toll, denn es war ein wenig verwirrend. Im Homeschooling hatten wir manches am Computer zu machen, das war cool. Das sollten wir in Zukunft auch machen.
Im ersten Lockdown habe ich meine Klasse als Stofftiere dargestellt, damit ich nicht so alleine lernen muss. Meine Mama hatte Homeoffice und konnte mir beim Lernen helfen.
Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass man nicht überall Corona, Corona, Corona hört. Außerdem wünsche ich mir, dass man sich mehr für Kinderbildung einsetzt. Viele Eltern können ihren Kindern nicht bei den Aufgaben helfen, auch wenn sie es wollen. Das finde ich schade. Ich hatte Glück.
Mit freundlichen Grüßen
Lea Strasser

 

Beitrag von Fruzsina Siska:

Wie alles mit Homeoffice anfing

Es hatte mich fasziniert, als ich hörte zu Hause zu lernen. Mein erster Gedanke war: Juhu, Ferien! Ausschlafen, chillen und Spaß haben. Als ich mir alles besser überlegt hatte, wurde mir klar, dass ich meine Freunde nicht sehen werde. Das war ein Schock für mich. Dann dachte ich mir: Wenigstens werde ich meine Freunde im Judo treffen. Upps, zu früh gefreut. Als ich erfuhr, dass ich kein Judo machen kann, war das eine Katastrophe für mich. Das war ein harter Rückschlag. Als ich alles verkraftet hatte, wusste ich, dass ich nichts dagegen tun konnte. Es musste einfach so sein, wie es ist. 
 
Ein Tag bei mir zu Hause 
 
Wenn ich aufstand, war meine Mama meistens schon wach, weil sie arbeiten musste. Zuerst frühstückten wir etwas Gutes. Danach machte sich jede an ihre Arbeit. Ich an meine Hausaufgaben und Mama an ihren Bürokram. Es war ständig ablenkend, weil meine Mama fast immer telefonierte oder an Videokonferenzen teilnahm. Trotzdem scha(te ich es mich zu konzentrieren. Beim Lernen tat ich mir etwas leichter, weil es ein kleines bisschen leiser war als in der Klasse. Ich war schon immer ein Sportfan, deshalb war ich nach dem Lernen immer in Bewegung. Wenn es draußen schön und warm war, spielte ich mit meiner Mama Federball, wenn es nicht windig war. Das machte riesen Spaß! Weil ich Sport liebte, machte ich mir manchmal einen Ninja Parkour. Auf dem hatte ich sehr viel Spaß. Wenn meine Mama noch arbeiten musste, was öfter vorkam, ging ich meistens spazieren, spielte Pferde oder Indianer, schaukelte auf meiner Schaukel oder turnte herum wie eine Verrückte. Ich konnte auch schleichen und erschrecken, deshalb spielte ich andauernd Streiche und störte die Mama bei der Gartenarbeit. Danach ging ich in das Haus und malte manchmal ein schönes Bild oder sah fern. Sonst spielte ich auf meiner Nintendo Switch. Dann war meist der Tag wieder vorbei. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis Papa zu Hause war, weil er auch während Corona arbeiten musste.
 
Mir gefiel, dass ich mit meiner Mama Zuhause lernen konnte, allerdings vermisste ich meine Freunde. Dafür konnte ich viel trainieren (allerdings leider nur allein). Manchmal nahm ich an Videokonferenzen im Judo teil, das war nicht dasselbe wie in der Trainigshalle. Als ich mich daran gewöhnt hatte, fing die Schule wieder an. Es war ein schönes und gutes Gefühl die Freunde wieder zu sehen. Ich vermisste sie so sehr!
 
Ich wünsche mir für die Zukunft
 
- dass Corona bald vorbei ist
- dass die Schule um 2 Stunden später anfängt
- dass die Leute durchhalten
- dass die ganze Welt zusammen hält
- dass die Menschen die Corona haben nicht aufgeben
- dass alle, die ihr selbstvertrauen verloren haben es wieder bekommen
- dass die Politiker eine gute Wahl treffen
- dass jeder sich auf die anderen verlassen kann
 
Gemeinsam schaffen wir das!
 
Fruzsina Laura Siska
 
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